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Im Dezember
1999 war´s!
Ich hatte das
Vergnügen mit Gaby und Gudrun nach Schweden zu fahren, um ein
Langhaar-Frettchen-Rüden für Gaby abzuholen. Also... Freitag
nachmittag zu Doris in den Laden und ab mit dem Auto Richtung Fähre
nach Schweden. Während der Fahrt zur Fähre kam die Horrormeldung,
dass der Fährbetrieb wegen Sturm eingestellt wird. Unsere Sorge:
wie kommen wir nun nach Schweden? Erst einmal zum Fährhafen
und Lage peilen. Siehe da, die Fähre fährt trotzdem.
Nachdem wir
an Bord waren, suchten wir unsere Kabine auf und hatten bis zum
Morgen viel Zeit. Gegen 22 Uhr gingen wir in die Discothek um noch
etwas zu trinken. Ab da begann der Spass:
Die Fähre
hatte den schützenden Hafen verlassen und der Sturm machte
sich bemerkbar. Da ich noch NIE mit einem Fährschiff gefahren
war und nicht wusste ob ich seekrank werde, sah ich nach Angaben
von Gaby und Gudrun sehr bunt aus. Na gut, irgendwann in der Nacht
gingen wir in die Kabine; mir wurde immer übler, ... aber ich
habe mich NICHT übergeben.
Am nächsten
Morgen mussten wir noch 1 Std. warten bevor das Schiff im Hafen
anlegen konnte. Nachdem ich endlich - nicht schwankenden - Boden
unter mir hatte, ging´s mir mit jedem Kilometer, der mich
vom Meer entfernete, besser.
Wir wurden von
Tommy (Züchter) herzlich empfangen. Gudrun und ich hatten unsere
Schwierigkeiten, Tommy´s schweden-englisch zu übersetzen.
Tommy ließ uns dann allein, um das Frettchen zu holen.
Er brachte ein
kleines schwarzes, neugieriges Langhaar-Frettchen für Gaby.
Mister 1000-Volt
wird er meist gerufen...
Bis zum späten
Nachmittag sprachen wir im Übersetzungsdenken mit Gaby und
Tommy. Es wurde viel über Lang- und Kurzhaar-Frettchen gesprochen.
Wir unterhielten uns auch über Krankheiten, Blutwerte und Zucht.
Zum Schluss
stellten wir fest, dass sich diese beiden Frettchen-Arten ähnlicher
sind, als man annimmt.
Tommy gab Gaby
alle notwendigen Papiere für das Frettchen, ein von ihm geschriebenes
Frettchen-Buch und einen 30 kg-Sack Frettchen-Trockenfutter mit.
Dann machten wir uns auf den Heimweg...
Auf dem Rückweg
durfte ich fahren und was wird passieren?! Richtig, wir haben uns
verfahren! Gaby und ich unterhielten uns während der Fahrt
über alles erlebte und ich hatte manchmal das Problem, Gaby
zu antworten. Denn im Kopf übersetzte ich die Antwort in Englisch
und wollte Gaby in Englisch antworten. Ich weiss nicht wie es Gudrun
ging, aber für mich war es nicht so einfach umzudenken. Den
ganzen Tag über hatten wir uns ja mit Tommy in Englisch unterhalten...
Wir haben viele
Informationen über Langhaar-Frettchen erhalten. Das Buch will
Gaby ins Deutsch übersetzen lassen, damit wir die Möglichkeit
haben, es auch zu lesen.
Die Rückfahrt
mit der Fähre war für mich wieder nicht so angenehm, aber
ich war tapfer und habe mich auch diesmal NICHT übergeben.
Euer Schreiber
Gilbert Brandt
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