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So sehen wir von innen aus



Das Frettchen zählt zur Gattung der marderartigen Raubtiere, sein Lateinischer Name lautet: Mustelidae.
 
Im übrigen wird das männliche Frettchen als Rüde und das weibliche als Fähe bezeichnet.

Der Kopf beim Frettchen ist kurz, rundlich und gedrungen, die Ohren klein und abgerundet, die Schnauze ist ebenfalls abgerundet. Die Nase ist rosa oder schwarz, kann auch pigmentiert sein. Die Nasenmuscheln sind stark ausgeprägt, was darauf schließen lässt, dass die Frettchen sehr gut riechen können.
 
Die Farben der Augen sind bei den Tieren unterschiedlich, beim Albinofrettchen sind die Augen rot, beim Harlekin und Siam sind sie meist burgunderfarben, bei den Iltisfrettchen sind sie meist schwarz, seltener braun.

Da sich in den Netzhäuten der Augen keine Farbzapfen befinden, kommt man zu der Überzeugung, dass das Frettchen keine Farben sieht.

Am Kopf über den Augen, Nase und Oberlippe befinden sich jede menge Tasthaare, mit deren Hilfe sich die Frettchen gut in dunklen Röhren und Höhlen zurecht finden.
 
Das Gehirn beim Rüden wiegt ca. 7,5g und bei der Fähe ca. 6g.

Das Frettchen hat ein Raubtiergebiss und gleicht dem des Iltis.Ab dem 14. Lebenstag brechen die Milchzähne durch das Zahnfleisch. Das Milchgebiss mit 28 Zähnen ist in der 6. Woche abgeschlossen, zum Beginn der 7. Woche geht dann der erneute Zahnwechsel los. Das Frettchen hat mit 16 Wochen sein vollständiges Gebiss.

Hier die Zahnformeln:
3Jd 1Cd 3Pd/ 3Jd 1Cd 3Pd = 28 Zähne Milchgebiss
3I 1C 3P 1M/3I 1C 3P 2M = 34 Zähne Dauergebiss

Der Körper ist schlank und lang gestreckt, es schließen sich 4 kurze, kräftige Beinchen mit 5 langzehigen Füßchen an.
Der Schwanz macht etwa die Hälfte der Körperlänge aus und ist behaart.
Kopf-/ Rumpflänge beim Rüden ca. 38cm bis 45cm, bei der Fähe ca. 31 cm bis 35 cm.
Das Gewicht der kleinen Fähen liegt im Durchschnitt bei 600g - 900g, während der Rüde bis zum doppelten Gewicht auf die Waage bringen kann, nämlich 900g - 1800g.
Es gibt auch Frettchen, die noch mehr wiegen.
Wie man es in der Tierwelt häufig findet, wird sich zum Herbst "Winterspeck" angefressen.
Die Tiere können dann bis zu 1/3 ihres normalen Körpergewichts zunehmen, im Frühjahr wird das überschüssige Gewicht wieder abgebaut.
 
Allerdings kann eine enorme Gewichtsabnahme auch auf eine Krankheit hinweisen.



Nun kommen wir zum Inneren des Frettchens.

Die Wirbelsäule ist lang und sehr biegsam, währenddessen die Gliedmaßen sehr kurz sind.
Das Skelett besteht aus 14 Rippenpaaren.
Es befindet sich im Halsbereich nur 1 Arterie, die in der Mitte des Halses verläuft und sich im Kopfbereich teilt.
Dadurch hat das Frettchen die Gabe, seinen Kopf um fast 180 Grad zu drehen.
Ebenfalls gehört es zur Besonderheit der Frettchen, dass sie kein Schlüsselbein und keinen Blinddarm besitzen.
Die Brusthöhle ist relativ schmal und lang, somit hat sich die mehrlappige Lunge dieser Form angepasst.

Das Herz hat etwa die Größe von ca. 4,5 cm, der Umfang beträgt ca. 7 cm, beim Rüden wiegt es ca. 6g und bei der Fähe ca. 4g.
160 - 260 Herzschlägen in der Minute.
Die Atemfrequenz ca. 30 - 60 Atemzüge in der Minute.
Die durchschnittliche Körpertemperatur liegt bei 38 - 39 Grad Celsius
Die Schweissdrüsen der Frettchen sind nicht gut entwickel, d.h. sie können nicht schwitzen und sind extrem empfindlich gegen hohe Temperaturen.
Die Mittelwerte der Därme ergeben beim Rüden ca.242 cm lang und bei der Fähe ca. 188 cm lang. Im Afterbereich befinden sich die Analdrüsen mit stinkendem Sekret, im allgemeinen werden diese Drüsen beim koten entleert.
Das Frettchen kann aber aus verschiedenen "Anlässen" abdrüsen, bei Aufregung, Angst, Schmerz u.s.w.
Der Geruch ist zwar unangenehm, aber verfliegt sehr schnell.

Geschlechtsorgan, liegt beim Rüden nahe am Nabel, hat einen Penisknochen, welcher zur Unterstützung beim Deckakt dient.
Die Vulva der Fähe befindet sich dicht vor dem After.
Bei säugenden Fähen sieht man deutlich 3 -4 Paar Zitzen auf dem Bauch.



Publiziert am: Freitag, 05. November 2010 (1635 mal gelesen)
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