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Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, was Krankheiten betrifft, sondern einige Anmerkungen geben.

Wenn ein Tier erkrankt ist, muss der Weg direkt zum Tierarzt erfolgen, ohne wenn und aber. Es gibt viele verschiedene Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, auf Grund dessen sollte keine Ferndiagnose gestellt werden. Wichtig ist die genaue Veränderung an seinem Tier zu erkennen, um bessere Auskunft beim Tierarzt geben zu können.

Jeder Frettchenbesitzer sollte die Körpertemperatur seines Tieres kennen, die Normalwerte liegen zwischen 38°-39° C. Die Messung wird im Afterloch (rektal) mit einem Babythermometer gemessen. Ganz wichtig ist das Gewicht, das zwischen Sommer und Winter schwankt, dies sollte berücksichtigt werden. Hat ihr Frettchen trübe Augen, stumpfes Fell oder sogar Haarausfall? Schläft ihr Frettchen viel, ist es apathisch und frisst es schlecht oder verweigert es das Fressen ganz und gar?

Wie sieht die Losung (Stuhlgang) aus? Bedenken sie dabei, dass die Losung immer mal eine andere Farbe haben kann: rot oder gelb von Paprika, grün schleimig von grünen Gurken, das wäre dann normal. Bei zu vielem rohen Fleisch wird er recht dunkel, fast schwarz, nur kein Durchfall, das ist nicht normal.

All diese Fragen sollten sie beantworten können, je genauer sie die Symptome beschreiben oder erklären, um so besser kann ihr Tierarzt helfen.

Leider hat die Erfahrung was anderes gezeigt, denn Frettchen zeigen erst sehr spät Symptome, wenn dann kein guter Tierarzt zur Stelle ist, kann es zu spät sein. Es liegt also an ihnen wie gut sie ihr Tier kennen, lieber einmal zu viel ein klärendes Gespräch beim Tierarzt als einmal zu wenig. Ansonsten brauchen sie nie mehr zum Tierarzt gehen. Wollen sie das??!!



Krankheiten

Aujeszkysche Krankheit:

bei Schweinen symptomlos auftretende Herpesvirusinfektion, die für Fleischfresser (Frettchen) aber tödlich endet. Die Symptome dieser Erkrankung sind denen der Tollwut sehr ähnlich: Wesensveränderung, starke Unruhe, starker Juckreiz, Schlucklähmung. Der Tod tritt meist innerhalb von 48 Stunden ein. Eine Therapie ist nicht möglich.

 Fazit:

bitte kein rohes Schweinefleisch füttern.

Hitzschlag:

Frettchen haben keine Schweißdrüsen, daher können sie bei Temperaturen ab 32° C einen Hitzschlag bekommen, apathisches Verhalten, hecheln sowie rote oder blasse trockene Schleimhäute. Sofort das Frettchen an einen kühleren Ort bringen. Bitte eine Tierarzt zu rate ziehen.

Herz/ Kreislauf:

Erste Anzeichen sind meist ein verstärktes Schlafbedürfnis, eine gewisse Hinterhandschwäche, ein "bläulicher" Nasenspiegel, weiße bis bläuliche Schleimhäute. Atemnot kann ebenfalls darauf hinweisen, dass das Herz / Kreislaufsystem erkrankt ist.

Bitte mit dem erkrankten Frettchen zum Tierarzt!

Leber / Galle:
Erste Symptome sind häufig Durchfall, Erbrechen und struppiges Fell. Erkrankungen der Leber oder Galle können sich durch eine Gelbfärbung der Schleimhäute äußern. Kot und Urin sind deutlich anders gefärbt.

Blase / Niere:
Druckempfindlichkeit Blasen-/Nierengegend, Appetitlosigkeit. Weitere Symptome sind vermehrtes Trinken, übel riechender Urin( Acetongeruch )sowie Blut im urin.

Vergiftungen:

Speicheln, eventuell blutiges Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, Blutungen aus Darm und / oder Blase, Untertemperatur, Blaufärbung der Haut und blasse Schleimhäute. Ist wirklich "Gift" der Verursacher, so kann man als erste Hilfe versuchen, dass Frettchen zum Erbrechen zu bringen, geeignet wäre dafür Speise - oder Rizinusöl bis es erbricht.

Sofort zum Tierarzt, wenn möglich das Giftmittel mitnehmen, damit wird die Gegengiftbestimmung erleichtert.

Symptome wie beschrieben können aber auch andere schwere Erkrankungen anzeigen, deshalb lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig zum Tierarzt gehen.

Dauerranz:
Gewichtabnahmen sind bei Fähen zu beobachten, die in die so genannte Ranz kommen, dass heißt die weiblichen Frettchen werden Geschlechtsreif.
Die Ranzzeit beginnt im Februar - März und zieht sich bis zum Oktober hin. Die Fähe ist unruhig und frisst oftmals schlecht, was dann auch eine Gewichtsabnahme erklärt.
Im allgemeinen verläuft eine Ranz in Intervallen, dass heißt, die Vulva (Geschlechtsorgan), die während dieser Zeit geschwollen ist, nimmt nach etlichen Wochen ab und schwillt dann wieder an. Die Ranz kann sich auch ohne Unterbrechung bis zum Herbst hinziehen, die so genannte Dauerranz,
dass heißt:
es kommt zur Östrogen Vergiftung.
Die Folge ist dann, dass das Knochenmark zerstört wird.
Die Fähen sehen blass aus, es kann zu Sickerblutungen kommen, was die Blässe erklärt.
 Bei Nichtbehandlung führt diese zum Tode !!!!!!!!

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