Ein kleines
Frettchen
von
der Nerzfarm
Da hatte ich
aber Glück, dass ich von der Nerzfarm gerettet worden bin. Eine
lange Autofahrt und ich war in Sicherheit. Ich kam zu meiner neuen
Besitzerin, Doris nannte man sie. Sie steckte mich sofort in ihre
Jacke, dachte wohl, ich erfriere sonst, weil ich noch sehr klein
war. Nach einer Weile - ich glaube sie ist nach Hause gefahren "wurde
um politisches Asyl gebeten". Wisst ihr warum? Da waren noch andere
Artgenossen zu Hause, sie wurden Schlumpfi und Mufti gerufen. Schlumpfi
putzte mir sofort die Ohren. Sollte ich so schmutzig sein? Nein,
nein Schlumpfi mochte mich nur sofort und zog mich gleich in ihre
Schlafkiste, da war ich sehr gut aufgehoben. Ich bekam den Namen
" Lilli", ist der nicht schön?!!!!
Die Jahre vergingen,
man wurde älter, Schlumpfi machte mit 6 ½ Jahren ihre Äuglein für
immer zu. Darüber war ich sehr traurig. Mufti übernahm nun die Streicheleinheiten
an mich, ein lieber Kumpel. Frauchen ist ja immer sehr besorgt um
uns. Daher merkte sie, dass in meinem Bäuchlein etwas nicht stimmte.
Sie fragte Gaby, auch Gaby fand etwas ungewöhnliches in meinem Bäuchlein.
Wir fuhren zur Tierärztin, auch sie drückte auf meinem Bauch herum
und stellte einen Tumor fest. Sie sagte: so lange es mir gut geht
und keine Veränderungen an meinem Allgemeinzustand eintreten, gehen
wir da nicht dran. Wir fuhren zu Besuch nach Bad Dürrenberg. Da
der Tierarzt dort im Ort ein Ultraschallgerät hat, ließ Frauchen
mich erneut untersuchen. Auch dieser meinte, man sollte mich in
Ruhe lassen.
Einige Monate
ging es mir auch so gut wie immer, aber dann meinte Frauchen, "Lilli
fängt an, abzubauen". ndxe87 ijnu --- oh sorry, andere Kumpels von
mir meinen, mal über die Tastatur laufen zu müssen - Ich wurde immer
dünner. Wieder zur Tierärztin. Oje, mein Bäuchlein musste aufgemacht
werden. Frauchen hatte sehr große Angst, somit übernahm Gaby angstvoll
die schwere Pflicht, mit mir zur OP zu fahren. Ihr kennt das sicher.
Die Ärztin gab mir eine Spitze, ich bin gleich eingeschlafen. Da
alle anderen Organe in Ordnung waren, entschloss sich die Ärztin
zur OP und Gaby war damit einverstanden. Wie ich hinterher hörte,
hat man mir meine Milz heraus genommen. Die soll riesig gewesen
sein. Es soll wohl nicht so einfach sein, ohne Milz zu überleben.
Gaby hatte alle Hände voll zu tun, mir zum Überleben zu verhelfen.
Es ging mir zeitweise mächtig schlecht! Wisst ihr eigentlich wie
groß eine Frettchenmilz ist? So ca. 1,5 cm, meine war 15 cm groß
und wog zu Hause noch immer 38 g. Ganz schön groß und schwer für
solch einen kleinen Körper! Jedenfalls hat Gaby keine Mühe gescheut
und keine Ruhe gegeben, um mich über den Berg zu bringen. Das hat
mir zwar nicht immer gepasst, aber ich war einfach zu müde und zu
schwach, um mich zu wehren.
Seit der OP
sind mehr als 2 Monate vergangen.
"Ich Lebe"
und mir geht es gut
Frauchen konnte
mich noch fast 2 Jahre weiter verwöhnen.
DANKE an Frau
Dr. Franke und Dir liebe Gaby!!!
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