Minnies großes Abenteuer
1. Kapitel: das Chaos beginnt
Liebe Leser, bitte stellt Euch folgende Situation vor:
knallvolle Woche, gespickt mit Finanzamtärger, Termin mit dem Rechtsanwalt
wegen eines Prozesses.
Krach mit dem Freund, Autounfall – und die beste Freundin heult sich aus, weil
der Arzt bei ihr Streukrebs diagnostiziert hat.
Samstag Abend,
es war der 26. Januar, dann weggehen mit Freunden. Das dauerte bis in die
Nacht. Aber dann ist ja Wochenende – hurra, Ausschlafen!
Also lasse ich die Hunde in den Garten, während ein Freund nur schnell noch
Unterlagen zusammensuchte und dann ging. Er dachte, der andere macht die Tür
zu, dieser jedoch ging lieber auf die Toilette. Und die Haustür stand
sperrangelweit offen, genauso wie die Wohnungstür!!!
Als ich nach wenigen Minuten wiederkam, brüllte ich nur „bist du wahnsinnig,
ich habe Frettchen“, Kumpel jedoch meinte, dass er
daran nicht gedacht hätte, und überhaupt „waren doch nur wenige Minuten“.
Ich startete eine Suchaktion.
Cooper war unter dem Küchenschrank, aber wo ist Minnie?
Also nochmals raus,
„MinnieMinniekommkomm“ rufend – aber
nichts, keine Minnie.
Nun ist Minnie Meisterin im Verstecken.
Aber leider auch Meisterin darin, irgendwo nicht mehr herauszukommen!
Vor einiger Zeit hatte ich bereits eine 12-stündige Suchaktion, die darin
gipfelte, dass ich die Couch aufschneiden musste (und diese anschließend
entsorgen durfte).
Ein Schrankunterteil musste ebenfalls bereits demontiert werden…
Und weil Minnie eigentlich nicht so unbedingt
zum Abhauen neigt
– und sie vielleicht irgendwo in der Wohnung versteckt ist –
und es nachts um 2 Uhr war
– und ich hundemüde bin –
und die Hunde auch nichts draußen riechen (obwohl sie ausgezeichnete Spürhunde
sind, sie finden garantiert alles, was sie nicht finden sollen!!!)
– und es Knatsch mit dem Kumpel gab, der sauer war –
und Minnie doch nicht wirklich raus sein kann,
waren ja wirklich nur etwa 2 Minuten…
Sicherheitshalber stellte ich noch schnell ihre Schlafkiste in den
Garten, mit Fresschen drin.
Dann ging ich nach 21 Stunden Action eines Tages schlafen. Aber ich
schlief unruhig!
Am nächsten Morgen dann die traurige Gewissheit: Minnie
ist nachts raus!
Mist, verdammter.
Also wieder die Hunde aktiviert, Gartenwege abgelaufen, weitere Kisten
rausgestellt.
Freund angerufen, der kam, und wir machten Schränkerücken.
Vielleicht ist sie doch nur irgendwie hinter einem Schrank und dort
festgeklemmt?
Wie bereits geschrieben:
sie ist auch Meisterin im Steckenbleiben! Aber keine Minnie
in Sicht…
Es folgte das Obligatorische:
Zettel drucken und kleben.
Durch die Gärten stromern.
Tierheim anrufen, Tierärzte anrufen.
Hoffen und bangen.
Und keine Minnie zu sehen…
Cooper rannte ziellos durch die Wohnung und suchte seine kleine
Freundin.
Lief herum wie ein Frettchen ohne Schwanz.
Fraß nicht mehr.
Suchte Minnie.
Ich nahm ihn auf den Arm, er wollte runter.
Suchte weiter, überall.
Fauchte den Hund an, wenn der irgendwo lag, wo er suchen wollte.
Und war genauso verzweifelt wie sein Frauchen…

Weiter >>
|