Minnies großes Abenteuer
2.
Kapitel:
Fauchinchen das Ersatzfrettchen
Am Montag, den 29. Januar kam dann Fauchinchen
zu uns, eine nette kleine zimtfarbene Fähe.
Cooper war außer sich vor Freude, öggte um sie
herum.
Sie beachtete ihn erst gar nicht.
Er öggte weiter, schnupperte, freute sich.
Sie fauchte.
Er stutzte.
Sie fauchte wieder, er stürzte sich auf sie, beide balgten sich.
Ich seufzte – warum mag sie ihn nicht?
Nach wenigen Minuten jedoch stand fest, dass sie sich doch mögen.
Fauchinchen hat eben eine etwas komische Art
zu kommunizieren, das ist alles.
Und der Name ist nicht unpassend!
Die beiden entwickelten sich zum Liebespaar des Jahrhunderts, als wenn sich
zwei gesucht und gefunden hätten.
Sie kuschelten Pfote in Pfote, wobei es beiden wichtig ist, oben zu liegen. Da
dies naturgemäß nicht geht – beide oben liegen! – müssen sie sich
arrangieren.
Und es funktioniert!
Meist liegt Fauchinchen auf dem Rücken,
alle Pfötchen von sich gestreckt.
Cooper liegt seitlich, eine Vorderpfote auf ihr drauf.
Kleines Liebespärchen…
Mit dem Hund hat sie sich auch arrangiert. Obwohl etwas größer (Rexy ist ein halber Schäferhund) stellte sie
bald fest, dass er ja nur spielen möchte.
Nunmehr ist es so:
Hund schläft mitten im Raum.
Fauchinchen stolziert durch den Raum (tappel-tappel), kommt am Hund vorbei (fauch), geht weiter (tappel-tappel).
Hund schießt hoch, „stürzt“ sich auf Fauchinchen.
Diese hat dann meist schon den nächsten rettenden Ort erreicht (z.B. Schrank)
und faucht hinter diesem hervor.
Macht ja so einen Spaß, den Hund zu ärgern!
Wenn der dann irgendwann aufhört, am Schrank zu kratzen, ist sie tierisch
beleidigt, warum er denn nicht weiterspielen möchte.
So ein schönes Spielchen!!!
Ein weiteres Hobby ist essen.
Essen macht Spaß!
Auch wenn sie dazu gelegentlich mal Cooper beiseitedrücken
muß, was sich dieser auch bereitwillig gefallen
lässt.
Er ist schließlich ein Gentleman!
Ich stelle fest, dass sie eine leichte Neigung zur Pummeligkeit hat…
Naja, sie hat eine gute Figur.
Vor allem so viel davon!!!
Nichtsdestotrotz geht natürlich die Suche nach Minnie weiter.
Die dritte Farbpatrone wurde installiert, die Gartenstadt mit Suchplakaten vollgeklebt.
Dabei stellte ich fest, dass es eine ganze Menge Idioten in der Welt gibt, und
ich unterteile in 4 Gruppen:
1. Die Ignoranten: lesen (sofern überhaupt des Lesens kundig), weitergehen
2. Die Geldsüchtigen: „geil, 50 Euro kann ich gebrauchen. Was ist ein Frettchen, so ein Vieh wie auf dem Bild? Kenn ich nicht,
such ich trotzdem“
3. Die Idioten: „na und, ist eben weg. Ist doch nur so ein Vieh“
4. Die Netten: (meist die Hundebesitzer!!!) „oh wie konnte das denn
passieren, klar ich schaue nach, das tut mir aber leid. Ich hoffe so, dass die
Kleine wiederkommt“
Daß ich die 4. Gruppe am besten fand, ist klar. Und
solche Leute bauen auch wieder unheimlich auf!
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