Ich wurde älter und dann stand fest, das Iltisblut in mir steckt.
Frauchen hatte nur noch 2 gesunde Finger, die anderen hab ich zerbissen das war viel Schlimmer.
Ich bin ein frecher Frettchenbub der jeden Tag seinen Ausgang sucht.
Es ging dann los ich war noch sehr jung, man buddelte im Gehege rum.
Das buddeln macht mir echt viel Spaß, ups da ist kein Wellplastik mehr da.
Ich ging spazieren das war ganz toll, Gaby und Doris hatten den Kopf ganz schön voll.
Wie kommt er aus dem Gehege raus? Ein Loch und Schwups bin ich raus.
Man versuchte mich aufzuhalten mit Steinen und Draht, ich bitte euch Leute was soll denn das. Sie suchen mich alle ich verstehe das nicht, ich komme eh zum Fressen zurück.
Ich suche mir einen anderen Weg und siehe da es geht. Die Pfosten sind zum klettern da, ein Sprung ich bin wieder draußen wie wunderbar.
Die Krönung leistete ich mir letztens, da sprang ich zu Gabys Frettchen, wenn die mich kriegen gibt es Krach, davon werden alle Nachbarn wach.
Das sollte nicht das letzte sein, ich sprang nach links da war ich allein. Jeder grübelt hin und her, wie macht Gigi das bitte sehr. Ihr wollt wissen wie ich das mach, die Steinmarder haben mir das beigebracht.
Ich stehe hinter Frauchen, sie nimmt mich in den Arm, dann schmiege ich mich ganz dicht an sie heran.

Ich weis Frauchen ist traurig ich kann nichts dafür, doch mein Blut brodelt in mir.
Ich denke mit keiner Silbe an die anderen, ich bin ein Iltis und der muss wandern.
geschrieben von Angela Kroh




