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Cooper

Cooper

Weißt Du noch, Cooper? Es war der 25. November 2005, da haben wir uns das erste Mal gesehen. Dein Name war Arthur, Mausi und Arthur - das wart ihr beide. Schnell wurde Minnie und Cooper (Minni-Cooper) daraus.

Du hast als bissig gegolten, wurdest mit Bachblüten therapiert. Aber Du warst niemals bissig, Du hast nur versucht, Deine Freundin zu beschützen. Ihr beide ein Team, Du der große wilde gefährliche Rüde... Keiner wusste, ob Du Minnies Sohn oder ihr Bruder bist. Es war nur klar, dass ihr beide verwandt seid. Die Maske gleich, und beide hattet ihr einen weißen Fleck auf dem Hals. Minnie eher als weißer Kragen, und Du hattest einen großen weißen Latz.

Wir haben uns beide gesehen und es war Liebe auf den ersten Blick. Du warst nie so verkuschelt wie Minnie, aber wir beide haben unseren gemeinsamen Dreh herausgehabt. Ich nahm Dich auf den Schoß, streichelte Dich - aber ich durfte Dich nicht festhalten, das wolltest Du nicht. Nur mit streicheln, da haben wir stundenlang gekuschelt...

Deine Küsschen waren selten - und darum so unheimlich kostbar. Es war immer wie ein Versehen, als wenn Du Dich nicht getraut hättest... Küssen ist unmännlich...

Weißt Du noch, als das Aquarium damals noch offen auf dem Regal stand? Auf dem Weg auf das Regal ein paar Blumentöpfe umgerissen, dann plantschen. Du hast immer so gern geplanscht. Und wenn dann mal ein Fisch zwischen den Pfoten gelandet ist, machte das auch nichts. Auf dem Rückweg dann schnell mal die Palmen entdeckt, Du hast so gern gebuddelt, schick, das fetzt, macht Spaß! Den Handfeger hatte ich immer griffbereit... Die dicken Steine haben Dich nicht abgehalten, war zwar für Dich etwas mühseliger, an die Erde zu gelangen, aber geschafft hast Du es trotzdem immer. Gib nie auf, dann gelingt es auch!

Als Minnie dann weg war, wenige Tage später kam Fauchinchen, hast Du Dich gefreut, obwohl sie Dich 2 Tage lang angefaucht hat. Aber Du hast niemals aufgegeben, sie zu umwerben, bis ihr beide dann endlich Freunde wart. Alls Minnie nach 3 Wochen endlich wieder da war, da hattest Du einen Harem. Ach warst Du stolz auf Deine Mädchen!

Du warst eigentlich nie ein richtiger Rüde, die Meinungen waren geteilt zwischen Einhoder und vergrößerte Stinkdrüse. Und als das, was da war, binnen weniger Stunden mit einmal anschwoll, stellte sich heraus: es war ein Hoden, der zweite war unterentwickelt. In der Narkose warst Du kurz auf der Regenbogenbrücke, aber eine Mund –zu Schnauzen - Beatmung brachte Dich zurück. Hast Du locker weggesteckt.

Auch die Milzentfernung im Frühjahr hast Du gut überstanden. Und auch den Schlaganfall im Sommer. Danke für die schnelle Hilfe nochmals an Gaby und Dr. Bausch. Du warst wieder ganz der alte.

Nur: Rudelführer warst Du nicht mehr. Diese hast Du an Bambam übergeben. Der kleine Welpe, der wie ein Schatten an Dir hing! Er versuchte, Dich zu imitieren, er machte alles nach, was Du gemacht hast. Du warst der Einzigste, vor dem er Respekt hatte und jetzt ist er ein würdiger Nachfolger von Dir.

Ich wusste seit der Milz  OP, dass Deine Tage gezählt sein werden. Aber Du warst immer noch so aktiv und hast gespielt. Weißt Du noch, mein Rufen es gibt Huhn? Ihr alle vier stürmtet aus den Ecken, dann gab es Eintagsküken. Jeder klaute sich eines, bunkerte dieses - und versuchte, noch ein Huhn zu bekommen. Also wurden die Bunkerecken der anderen geplündert, in die eigene Ecke gebunkert - inzwischen war das eigene Huhn natürlich von einem anderen Frett geklaut - also wurde neu ausgezogen auf der Suche nach neuem Huhn... Das dauerte immer einige Zeit, aber dann hörte das Rennen auf, ein lautes Schmatzen begann. Dann wurde wieder geschlafen. Manchmal alle zusammen, manchmal paarweise - es gab keine festen Regeln. Ihr habt euch alle gut verstanden, ihr ward ein Rudel. Ein ganzes Rudel kleiner unwiderstehlicher  süßer Freggelmonster.

Seit zwei Wochen hast Du nicht mehr so gut gefressen, eher getrunken. Du wolltest nur noch Sauce - und Fleisch natürlich. Am liebsten natürlich Filet! Das ging immer, bisschen Vitapaste und Cooper war zufrieden. Da ahnte ich etwas. Das Fell wurde ein wenig struppig und Du spieltest nicht mehr so wild mit den anderen.

Gestern hast Du Dich aufgegeben. Von einem Tag zum anderen. Dein Blick war nicht mehr so klar. Das schnell aufgetaute Eintagsküken wurde gebunkert, aber nicht gefressen. Die Herzen blieben liegen. Die Vitapaste an meinem Finger... Du hast geschnuppert und Deinen Kopf weggedreht. Dann hast Du mir zuliebe noch 2- mal daran geschlabbert - und mir dann einen Blick zugeworfen. Du hast durch diesen Blick geredet und mir gesagt: lass gut sein, Mami. Es ist soweit.

Und ich habe verstanden. Wir haben uns immer verstanden. Ich hab immer gewusst, was Du wolltest. Ich habe Deine Pfote bis zum Schluss gehalten. Du hast von der letzten Spritze nichts mehr gespürt, Du warst betäubt. Aber ich habe gefühlt, dass Du weißt, dass ich da war. Dass ich versuchte, Dich auf diesem letzten Weg zu begleiten.

Ich konnte mit Dir nur bis zum Anfang der Regenbogenbrücke gehen, auf dem weiteren Weg konnte ich Dich nicht mehr begleiten. Ich kann nur hoffen und für Dich beten, dass Du jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen bist und dort alle Frettchen, die vor Dir gegangen sind, siehst. Du kanntest sie heute Morgen noch nicht, aber vielleicht kennst Du sie jetzt und spielst mit Ihnen. Ein jedes dieser Frettchen hat ein Stück Herz von mir mitgenommen, alle: Tapsi, Mögfög, Critter, Sarah, Cara, Rusty, Fuchur.

Eines Tages werden wir uns wieder sehen. Liebe ist unendlich. Sie kann nicht vergehen. Schlaf schön, mein kleiner Schatz. Danke für die Zeit, die wir miteinander verbringen durften.

In Liebe Deine Mami

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