|
Meine Gedanken
zur Frettchen-Zucht...
Ein liebevolles,
teures Hobby! "Nichts", was zur Aufbesserung der Haushaltskasse
dient.
Mein Wunsch:
Einmal dies Wunder erleben. Meine Fähe und der Deckrüde
waren ein gesundes und hübsches Frettchen-Paar.
"Aber!"
Bitte die Fähe als wichtigste "Persönlichkeit"
ansehen! Für ca. 10 Wochen stehen Frettchen an "erster"
Stelle in Tagesablauf, auch nachts! Keine Urlaubsreise u.s.w.!
| - Sind
Mann und Kinder damit einverstanden? |
| - Ist "Jemand"
für Eventualitäten wie Geburtshilfe und Frettchen-Amme
bereit? |
| - Kann
man eventuell hohe Arztkosten verkraften? |
| - Ist man
bereit, trotz Sauberkeit, Geruchsbelästigung in der Wohnung
zu akzeptieren? |
| - Dürfen
die Frettchen-Babys, ob 2, 8 oder mehr, wenn sie alt genug sind,
sich in der Wohnung frei bewegen? |
| Die können
ganz schön "Chaos" zurücklassen und der
Teppich bekommt auch sein "Fett" weg! |
| - Wie sieht
es mit "Abnehmer" aus? |
Man muss damit
rechnen, dass ein Frettchen-Baby mal nicht zu vermittel ist oder
wieder zurück gegeben wird. Ist man dann auch bereit ein weiteres
Frettchen im Haushalt zu akzeptieren?
Wenn alles bedacht
und geregelt ist, dann ist es ein sehr schönes "Erlebnis"!
Ich habe es zwei mal erlebt. Meine erste Fähe brachte ihre
4 Babys fast komplikationslos zur Welt. Nach 14 Tagen hatte sie
eine harte Milchleiste, in der 5. Woche machte sie schlapp, beide
male war Tierärztliche Hilfe nötig.
Vier Jahre später
brachte meine zweite Fähe ihre sieben + ein totes Baby ohne
Hilfe zur Welt, wollte sie dann aber nicht säugen. Die Bange
Frage: "Ist noch ein Baby im Bauch?" Samstagnachmittag,
wie üblich, die Tierärztin hatte Notdienst, welch ein
Glück! Die Fähe bekam eine Spritze und ich konnte mit
ihr wieder nach Hause fahren. So laut die Babys auch schrien, meine
Fähe wollte sie einfach nicht säugen. Am späten Nachmittag
machte die Tierärztin dann einen Kaiserschnitt, falls doch
noch Babys in der Gebärmutter waren. Dies war nicht der Fall,
es wurde aber gleich die Gebärmutter entfernt.
"Hoffnung",
nun werden die Babys endlich säugen dürfen... aber weit
gefehlt. Noch weitere 3 mal mussten wir zur Tierärztin, weil
die Blutungen aus der Narbe nicht aufhörten. Meine Fähe
bekam Blutgerinnungsmittel, welches aber seine Wirkung verfehlte.
Weit nach Mitternacht wurde nochmals operiert. Im Fettgewebe befand
sich die Blutung. Stillen der Blutung, zunähen und rasch wieder
nach Hause.
Endlich nach
über 26 Stunden durften die Babys bei der langsam zu sich kommenden
Mama säugen.
Welch Glück,
dass helfende Hände zur Verfügung standen. Diese liebevollen
Hände haben sich die ganzen Stunden um die Babys gekümmert.
Da hieß es: Mit der Pipette füttern, Bäuchlein reiben
und säubern, ab in den Büstenhalter zum Wärmen und
das immer Reihum...
Fazit:
Wochenendtarif
- Nachtzuschlag - 2 mal OP... Da kam eine ordentliche Summe zusammen.
Wer jetzt rechnet:
Pro Frettchen, so und soviel Euro... - je mehr, je besser - der
hat sich garantiert verrechnet!
| Zum Nachdenken |
| von Doris
Bülow |
|